Geschichte

Der Name Monk1659 setzt sich aus dem englischen Wort für Mönch (Monk) und der Jahreszahl der ersten bekannten geschichtlichen Silvaner-Erwähnung (1659) in Franken zusammen. Der Ursprung des Namens "Silvaner" ist ein langjähriges Rätsel: Einer These zufolge entstammt er einem rumänischen Ort namens "Silvan". Einer weiteren – von "Silvanus", dem römischen Gott des Weines. Und tatsächlich: Schon Gaius Plinius Secundus beschreibt im Schriftwerk "Naturalis Historia" (übersetzt: "Die Naturgeschichte") schon im ersten Jahrhundert nach Christus eine Weißweinrebe, die dieselben Merkmale aufweist, wie die Silvanerrebe. Doch eindeutig ist nur, dass Zisterzienser-Mönche im Rahmen ihrer Handelsbeziehungen mit Deutschland den Silvaner erstmals nach Franken gebracht haben. Seit 1659 wurde er dann regelmäßig in Castell bei Würzburg angebaut. Die erste Dokumentation hierzu führt zurück zum 6. April 1659 – dem Mittwoch nach Ostern. Dort dokumentiert ist ein Auftrag des Castell’schen Amtsmannes Johann Georg Körner vom fünfen April, laut dem der Bote Michel Saueracker fünfundzwanzig Fässer Silvaner aus dem nahegelegenen Obereisenheim holen solle. So wurde Silvaner in Deutschland bekannt.

Tisch auf dem Gelände des Weingut Dr. Heigel

Silvaner

Der Silvaner gelangte im 17. Jahrhundert aus dem Donauraum nach Deutschland und wurde dort früher „Österreicher“ genannt. Die Blätter der Silvanerrebe sind nur gering gebuchtet und rundlich. Die Triebe tragen sicher und regelmäßig, was deutlich für den Ausbau der Silvanerrebe spricht. Außerdem weist die Rebe kaum Geiztriebe auf. Die Silvaner -Traube ist mittelgroß und oval. Ihre mitteldicke Schale hat eine typische, leuchtende gelblich-grüne Farbe. Aufgrund dieser Farbe wird die Rebe häufig auch "Grüner Silvaner" genannt. Sind die Beeren erst überreif, wird ihre Farbe gelblicher und auf ihrer Schalenoberfläche verzeichnen sich kleine braune Punkte. Die Beeren selbst sind mittelgroß und verhältnismäßig süß. Im Anbau bevorzugt die spätreifende Silvanerrebe tiefen Boden mit ausreichender Wasserversorgung. Auf flachem, trockenem Grund gedeihen ihre Triebe nur mäßig. Die für gute Silvaner nötigen Wachstumsgrundlagen können wir mit unseren Weinbergslagen in Zeil am Main und Mainstockheim perfekt erfüllen.

Schriftzug MONK-1659

Silvaner-Anbau

Das Beerenfleisch der Silvanerrebe ist nicht nur auffallend hell, sondern weist zudem eine Besonderheit auf: einen hohen Pektingehalt. Das Pektin, das sich im alltäglichen Gebrauch beispielsweise als Geliermittel in Gelatine finden lässt, erschwert die Gewinnung von Saft aus den Trauben ungemein. Mit 30 Prozent der gesamten deutschen Weinbaufläche war die Silvanerrebe zwischenzeitlich die meist verbreitete Weißweinrebe Deutschlands. In den 70er Jahren war er sogar die am meisten gepflanzte Rebsorte Deutschlands. Seitdem der Silvaner zunehmend auf schwerem, lehmigem, deutschem Boden angebaut wird, hat sich auch sein Geschmacksprofil verändert. So bringen etwa die fränkischen Muschelkalk-Böden besonders geschmacklich geprägte Silvanerweine hervor. Außer dem "Grünen Silvaner" existieren auch weitere Spielarten der Rebe: Der "Rote Silvaner" mit seiner leuchtenden, hellroten Schale und der "Blaue Silvaner" mit seiner dunklen Schale, deren Farbe bis zu einem tief violetten Ton reichen kann. Der Silvaner ist mit dem Müller-Thurgau die Hauptrebsorte in Franken und wird auf über 1.000 ha angebaut. Weitere bedeutende Anbaugebiete sind Rheinhessen und die Pfalz. In Österreich, dem eigentlichen Herkunftsland, spielt er nur noch eine untergeordnete Rolle.

Bild einer Flasche Silvaner Trocken von MONK1659

Silvaner-Ausbau

Schaumwein, Stillwein, Spitzenwein, Sekt – eigentlich lässt sich alles aus Silvaner keltern. Ganz gleich ob trocken, halbtrocken, süß oder edelsüß. Das erhöhte Mostgewicht des "Blauen Silvaner" ermöglicht dem aus ihm gewonnenen Wein sowohl einen fruchtigen und extraktreichen Geschmack, als auch eine gold schimmernde rote Farbe. Seine Ausdauer und sein stabiler Ertrag macht den Silvaner außerdem zu einem optimalen Partner für Kreuzungen und Neuzüchtungen. Zu den bekanntesten mit seiner Hilfe entstandenen Züchtungen gehören solche wie Bacchus, Ehrenfelser, Morio-Muskat und Rieslaner.

Bild von einer Veranstaltung im Weingut Dr. Heigel

Unser Weingut

Umweltschonend und naturnah bewirtschaftet das Weingut Dr. Heigel seine Weinberge. Um die Artenvielfalt im Weinberg zu fördern und die Bedingungen für Nützlinge günstig zu gestalten, sind die Rebanlagen dauerbegrünt. Laubarbeit hält die Trauben gesund, die Erträge werden in verschiedenen Stadien immer wieder reduziert. Die vollreifen Trauben werden schließlich selektiv gelesen und schonend verarbeitet. Teilweise findet auf dem Weingut Dr. Heigel eine biologische Säureregulierung statt, oft lässt man die Weine lange auf der Feinhefe liegen. Je nach gewünschtem Charakter reifen die Weine entweder im Edelstahltank, was sie fruchtig-frisch macht, oder bis zu 24 Monate im Barrique, wodurch sie ihren Feinschliff und würzige Noten erhalten. Die rund 10 Hektar Rebfläche vom Weingut Dr. Heigel entfallen unter anderem auf die Spitzenlagen "Mainstockheimer Hofstück" und "Zeiler Mönchshang". Sandsteinkeuper und Muschelkalk bieten hier die besten Voraussetzungen für Silvaner, Müller-Thurgau und auch Weißburgunder. Mit Aromen von Quitte und Banane erfreut der Silvaner der Gutsweine, der ausdrucksstarke höherwertige Lagenwein macht mineralisch-würzig von sich reden. Der Müller-Thurgau glänzt mit vollem Aroma. Weißweintrinker werden zudem Spaß an elegantem, feinschmelzigem Weißburgunder sowie am Riesling mit Pfirsich-Grapefruit-Aromen haben. Für Freunde des Rotweins hält das Weingut Dr. Heigel eine kräftig-elegante Cuvée aus Spätburgunder und Merlot mit schwarzer Kirsche und einem Hauch von Paprika bereit.

Bild vom Weingut Dr. Heigel